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Bürgerfreie Innenstädte!

Bürgersteige nehmen der Straße den Platz weg und Zivilisten auf der Straße erschweren den reibungslosen Ablauf des Straßenverkehrs.

Auch der diesjährige Winter hat wieder einmal gezeigt, dass es für Autofahrer und Autofahrerinnen sehr schwer ist, durch die Innenstädte zu kommen.

Bürgerinnen und Bürger wurden durch den Schnee auf die geräumten Straßen getrieben. Was sollen sie dort? Sie werden dabei nicht nur zum Verkehrshindernis, sondern vor allem auch eine reale Bedrohung für Automobile und schließlich sich selbst. Tatsächlich kämen Autofahrer wesentlich ungehinderter durch die Städte, wenn es weder Bürgerinnen und Bürger auf den Straßen gäbe, noch Häuser, die in der Vergangenheit oft recht nah an die Straßen gebaut wurden.

 

Die Innenstadt darf kein Nadelöhr sein, das auf dem Weg von der Autobahn durch das Zentrum dauerhaft ein starkes Abbremsen erzwingt. Hier sowohl in der kommunalen Politik als auch im Landesverkehrskonzept der verschiedenen Bundesländer die Vorzeichen zu ändern, erscheint zwingend!

Daher fordern wir als Deutsches Institut für Kabarett und Kleinkunst: Bürgerfreie Innenstädte!

Noch nicht veröffentlichte Forschungsergebnisse aus unserer langjährigen Zusammenarbeit auch mit renommierten Universitäten in Island und Lappland zeigen eindeutig, dass die Stadt der Zukunft sehr gut ohne den Bürger auskommen kann und es auch sollte. Mit dieser Petition fordern wir alle auf, die Verantwortlichen aus Politik und Behörden wach zu rütteln und die Stadt auf das 21.Jahrhundert vorzubereiten.

Die Stadt der Zukunft braucht keine Bürger. Sie braucht größere Straßen, mehr Parkplätze und weniger Häuser.

Mehr Liebe für das Auto, damit Ihr Kind mit Spaß in die Zukunft rauscht und nicht in der Vergangenheit stehen bleibt. Frisch, fromm, fröhlich, frei - das sollte das Motto eines modernen Mobilitätskonzeptes sein.

Apropos Vorzeichen: Gustav Mahler, der noch nicht einmal ein Auto besaß, soll einst gesagt haben: Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers. Lassen wir die Städte mit ihren Häusern des letzten Jahrhunderts hinter uns und gemeinsam die Autostadt der Zukunft entwerfen.


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